Pfarrer Dr. Stefan Rau äußert sich in einem Gemeindebrief zur aktuellen Situation und benennt dort Zeichen, die wir setzen wollen, damit unser Glauben, Hoffen und Lieben nicht austrocknet:

 

Liebe Schwestern und Brüder in St. Joseph Münster-Süd,
liebe Verantwortungsträger*innen in unserer Pfarrei und ihren Gemeinden,
liebe Mitmenschen hier in der Südstadt!

Seit 1905 steht unsere Pfarrkirche St. Joseph hier an der Hammer Straße, aber das erlebt sie zum ersten Mal: keine Sonntagsmesse für die Gemeinde, voraussichtlich keine Feiern in der Heiligen Woche, kein gemeinsames Osterfest...

Das ist sicher nicht das Schlimmste an dieser Krise, in der wir stehen, aber es verdeutlicht wie in einem Brennglas an einem Punkt drastisch, wie einmalig diese Situation ist, die jede*n von uns, wenn auch ganz unterschiedlich, betrifft: Kinder und Jugendliche, die nicht mehr in Kita und Schule, zum Sport und auf den Spielplatz können; Familien, die ihren gewohnten Rhythmus von Arbeit und Freizeit, Gemeinsamem und Einzelnem völlig umgeworfen sehen; Frauen und Männer, die in großer Sorge um ihre Arbeitsstelle, ja Existenzgrundlage sind; Kranke, deren erhoffte Operationen verschoben werden; alte Menschen, deren Pfleger*innen nicht mehr kommen können... Wohl für niemanden geht’s einfach normal weiter, jede*r erfährt Beeinträchtigung und Verunsicherung.

Auch wer nicht den fakenews in den (a)sozialen Medien auf den Leim geht und verantwortungslose Hamsterkäufe und Corona-Partys meidet, spürt Unsicherheit und Ohnmacht angesichts dieser Kehrseite von individueller Freiheit und Globalisierung.

Auch uns Christ*innen des 21. Jh. ist die Freiheit des Einzelnen ebenso wichtig wie regionale und globale Solidarität. Daher leben und feiern wir unseren Glauben immer wieder gemeinsam, stellen uns Tag für Tag, Sonntag für Sonntag als Gemeinde von Schwestern und Brüdern unter Gottes Wort und empfangen in Brot und Wein seine Stärkung auf unserem Weg. Das im Moment nicht mehr gemeinsam tun zu können ist ein schmerzliches Opfer für viele von uns, das wir aber wie alle in unserer Gesellschaft in den uns jeweils wichtigen Lebensbereichen bringen wollen...

[Lesen Sie hier den ganzen Gemeindebrief.]

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