Die Maximilian Kolbe Kirche – Das Maximilian Kolbe Haus

Rincklakeweg 32, 48153 Münster    ▸Google-Karte

Gemeindehaus Maximilian Kolbe

Auf der Grundlage eines städtebaulichen Wettbewerbs entstand zwischen 1968 und 1976 auf einer Fläche von 32 ha die Großsiedlung Berg Fidel mit rund 1250 Wohnungen. Über 60% der Wohnungen wurden mit öffentlichen Fördermitteln errichtet. Anfänglich lebten etwa 4.000 Menschen in den Neubauwohnungen. Heute ist die Einwohnerzahl auf unter 3.800 gesunken.
Der Pfarrgemeinde St. Gottfried war es wichtig, in der Großsiedlung mit einem eigenen Gebäude präsent zu sein. So entstand in den Jahren 1973/1974 nach Plänen des Architekten Wessels ein typisiertes Gemeindehaus, das seinerzeit in seiner Grundform an mehreren Orten des Bistums Münster errichtet wurde. Es war für alle Zwecke der Gemeindearbeit vorgesehen und dazu mit Multifunktionsräumen ausgestattet. Dem Zentralraum mit 200 Sitzplätzen konnten je nach Bedarf zwei weitere Räume „zugeschaltet“ werden. Dort stand auch ein transportabler Altar für die Gottesdienste. Die Einweihung wurde am 11. November 1974  gefeiert.

Bereits nach etwas mehr als nur zehn Jahren wurden die Stimmen immer lauter, die anstelle von Multifunktionsräumen die Schaffung eines festen Sakralraumes wünschten. Der Architekt Peter Wörmann erhielt den Umgestaltungsauftrag, so dass am 1. September 1990 Regionalbischof Friedrich Ostermann den neuen  Kirchenraum einweihen konnte.

Anschließend wurden 1991 auch die übrigen Gemeinderäume nach Plänen des Architekten Dieter Riepe umgestaltet. So verfügt das Maximilian-Kolbe-Haus  neben dem Kirchenraum über vier Gruppenräume, eine Küche und ein Büro. Der Kirchenraum kann noch mit dem Gruppenraum nebenan verbunden und so erweitert werden.

Auch der Parkplatz wurde  in einen zentralen Kirchplatz mit Aufenthaltsqualität umgestaltet. Geziert wird er von einem Kreuzweg und einer Maximilian-Kolbe Plakette an einer gemauerten Steele, die der Rheinenser Bildhauer Joseph Krautwald schuf.
 

Die Gestaltung des Kirchenraums

Den Mittelpunkt des T-förmig angelegten  Sakralraumes bildet der als Opferstein gestaltete Altar.
Links daneben steht der Ambo als Ort der Verkündigung, rechts im Hintergrund ist der Priestersitz angeordnet.
Hinter dem Altar ragt vor einer weißen, leicht abgerundeten Wand der Tabernakel als Ort der Aufbewahrung und Verehrung der Eucharistie heraus.
Eine Lichtkuppel und ein Leuchterkranz über den Altar schenken ihm das rechte Licht und betonen den liturgischen Mittelpunkt des Raumes.
Die Stühle sind regelmäßig dem Raum entsprechend T-förmig aufgestellt, sodass die Gemeinde Altar und Ambo von drei Seiten aus nahe sein kann.
Die außerhalb des Altarraumes mit Mooreiche verkleideten Wände geben dem Raum eine angenehme Wärme.

Der Namenspatron des Hauses ­– Maximilian Kolbe

Maximilian Maria Kolbe wurde am 07. Januar 1894 unter dem Namen Rajmund Kolbe als Sohn des Webers Julius Kolbe und dessen Ehefrau Maria in Zdunska Wola bei Lodz geboren.

Er besuchte das Gymnasiums in Lemberg und begann 1910 sein Noviziat bei den Franziskanern, wo er den Ordensnamen Maksimilian Maria annahm.
Er studierte an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und promovierte 1915 in Philosophie. 1918 wurde er zum Priester geweiht. 1919 promovierte er in Theologie.
Danach kehrte er nach Polen zurück und lehrte am Priesterseminar der Franziskaner in Krakau. 

Maksimilian Maria Kolbe war besonders geprägt von der Marienverehrung.
Er gründete 1917 zusammen mit anderen Mitbrüdern seines Ordens die „Militia Immaculatae“, die „Miliz der Unbefleckten“. Ab 1922 gab er die Zeitschrift „Ritter der Unbefleckten“ heraus. 1927 gründete er in der Nähe von Warschau das Missionszentrum „Niepokalanow“ („Stadt der Unbefleckten“) mit Druckerei und Radiostation. 

Von 1930 bis 1936 lebte Pater Kolbe in Japan. Er lehrte am Priesterseminar, war publizistisch tätig, gründete Missionsstationen, Klöster und Verlage.
1936 kehrte Pater Kolbe nach Polen zurück und leitete dann wieder das Missionszentrum „Niepokalanow“.
Pater Kolbe wurde mehrmals von der Gestapo verhaftet. Nach der Verhaftung im Dezember 1939 und September 1940 entließ man ihn nach kurzer Zeit. Nach der erneuten Festnahme im Februar 1941 wurde er im Mai 1941 ins Konzentrationslager Ausschwitz verbracht. Dort sperrte man ihn im Juli 1941 anstelle des Mithäftlings Franz Gajowniczek in den „Hungerbunker“, weil er sich bereit erklärt hatte, sein Leben für das des Familienvaters zu opfern. Man hörte Pater Kolbe in dem Bunker tagelang singen und beten, gab ihm aber am 14.08.1941 eine Giftspritze, nachdem andere Mitleidende bereits verhungert waren.

Pater Maksimilian Maria Kolbe wurde am 17.10.1971 durch Papst Paul VI. seliggesprochen.
Bei der Heiligsprechung am 10.10.1982 erkannte Papst Johannes Paul II. zugleich den Märtyrertod an. 

Gedenktag ist der Todestag: 14. August.

 

Weiteres zu Maximilian Kolbe können Sie online lesen im  ▸"Ökumenischen Heiligenlexikon"

 

Sonntag, 2. Oktober 2022
09:30 UhrSt. MaximilianEucharistiefeier
 
Sonntag, 9. Oktober 2022
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