Veröffentlichungen aus der Pfarrei St. Joseph Münster-Süd

Bestimmte Druckerzeugnisse, wie z.B. das jährliche Themenheft, sind online leider nicht verfügbar.

Die Pfarrnachrichten zum Download

Unsere gedruckten wöchentlichen Pfarrnachrichten aus allen Gemeinden der Pfarrei St. Joseph Münster-Süd finden Sie zum Download im PDF-Format ab sofort hier oder unter der gleichbleibenden Adresse:

https://www.st-joseph-muenster-sued.de/ fileadmin/user_upload/ pfarrnachrichten.pdf

Brief des scheidenden Pfarrers Dr. Stefan Rau an die Menschen in St. Joseph Münster-Süd

Liebe Mitchristen in unserer Pfarrei St. Joseph Münster-Süd, liebe Kolleginnen und Kollegen in unseren Kirchen, Gemeindehäusern, Kitas, TOTs, Büros, liebe ehrenamtlich Mitarbeitende in so vielen Gremien, Initiativen und Projekten!

Weihnachten ist Jesus geboren und es gibt Geschenke,

Ostern kommen mit dem Frühling die Hasen und Jesus ist auferstanden,

Pfingsten???

Für viele Menschen in Deutschland ist das Pfingstfest, das jetzt vor uns liegt, ein großes Fragezeichen, einfach ein langes Wochenende. Für mich ist dieses Pfingstfest 2022 ein ganz besonderes:

Ich werde mich nach 20 Jahren hier als Pfarrer verabschieden.

 

Ich tue das, wie man so sagt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Im Rückblick auf die Jahre seit 2002 denke ich an so viele Begegnun­gen und Projekte: herausfordernde und bereichernde, einmalige und dauerhafte, liturgische und caritative, ganz einfache und hochkomplexe, künstlerische und lebenspraktische, im pastoralen Pflichtprogramm oder Kürbereich, bei Festen und Sitzungen, mit Ehren- oder Hauptamtlichen, aus frohen und traurigen Anlässen.

Für die vielen Erfahrungen bin ich außerordentlich dankbar!

Dabei habe ich immer wieder erfahren und gelernt: Es ist gut, Visionen und Ziele zu haben, aber vergiss die Rezepte!

Jedes Taufgespräch und jede Beerdigung ist anders, jede Gemeinde und Kita hat ihre Geschichte und ihren „Geist“, jeder Gottesdienst und jedes geistliche Gespräch ist einmalig. Es gibt nicht den einen Lebens- und Glaubensweg, weil eben alle Menschen unterschiedlich bzw. jeder Mensch ein Unikat ist – übrigens auch Erzieher*innen, Pastoralreferent*innen und Priester ...

Mir war wichtig, in dieser Pfarrei für diese Vielfalt der Charismen, Erwar­tungen und Möglichkeiten Raum zu schaffen – nicht für eine nostalgische, heute unrealistische „Pfarrfamilie“, sondern in dynamischen Gemeinden, geistlichen Lebensräumen mit Christus in der Mitte.

In diesen 20 Jahren gab es drei große Themen, die mich persönlich „außerordentlich“, weit über die ordentliche, normale Seelsorge und Pastoral hinaus, beschäftigt haben:

Fusionen – Missbrauch – Corona.

So in einem Satz nebeneinander klingt das sehr unangemessen, aber mir scheinen diese drei völlig unterschiedlichen Phänomene tatsächlich Krisen zu kennzeichnen, die auch unsere Pfarrei im neuen Jahrtausend geprägt haben und weiter bewegen werden.

 

1. Die 20 Jahre hier waren für mich auch bestimmt von ununterbrochenen Prozessen zu immer neuen Kooperationen und Fusionen: 2002 wurde ich zum Pfarrer in St. Joseph ernannt – einer Pfarrei mit 4.000 Gläubigen, einer Pastoralreferentin, einem Subsidiar, einer Kirche, einem Pfarrbüro, einem Pfarrheim und zwei Kindergärten. Daraus wurde dann 2003 die Seelsorge­einheit Münster-Süd, 2008 die Fusion St. Antonius / St. Joseph, 2010 der Strukturplan des Bistums und damit zwei Jahre Gespräche St. Joseph / St. Stephanus, 2013 die Fusion St. Joseph / Heilig Geist zur „Katholischen Kirchengemeinde St. Joseph Münster-Süd“, 2020 die Fusion mit St. Gottfried / St. Maximilian Kolbe – nun mit etwa 22.000 Gläubigen und 150 Mitarbeitenden.

Umbrüche und Abbrüche auf praktisch allen Feldern bisheriger Glaubens­praxis machen solche Veränderungen nötig – und lassen uns sicher auch in Zukunft immer wieder neu fragen:

Wie können wir heute mit den ganz normalen Menschen hier in Münsters Südstadt unsere Überzeugung und Hoffnung teilen, dass Gott jeden Menschen sieht und seinen Weg segnet, dass Jesus Christus uns als Bruder begleitet vom ersten bis über den letzten Atemzug, dass Gottes Geist uns befähigt und antreibt zu Einheit in Vielfalt, zu Entschiedenheit und Toleranz?

Auf diesem Weg zu einer heutigen Gemeinde habe ich persönlich immer wieder Neues entdeckt und gelernt, z.B.

  • die saubere Unterscheidung zwischen Pfarrei (Organisationsformat mit Rechten und Pflichten) und ihren Gemeinden (aus mündigen getauften und gefirmten Christ*innen, sich dauernd verändernd, immer auf dem Weg, engagiert und lebendig …);
  • dank eines Kita-Projektes die Wahrnehmung so vieler „Lebensorte des Glaubens“ in unserer Pfarrei – auch neben unseren Kirchen und Gemeindehäusern;
  • die ungeheure Bandbreite der Vorstellungen von Gläubigen, was eine (für sie) gute Gemeinde, gute Seelsorge, gute Liturgie, gute Leitung ist – und damit die riesigen Chancen begleitender Menschensorge an den Knotenpunkten des Lebens.

 

2. Mit der Initiative von P. Klaus Mertes SJ im Canisius-Kolleg in Berlin im Januar 2010 ist in der katholischen Kirche Deutschlands ein Prozess in Gang gesetzt worden, um sexuelle Gewalt in der Kirche aufzudecken, das unglaubliche Leid von Opfern anzuerkennen und verantwortliche Täter und Vertuscher zur Rechenschaft zu ziehen. Mir persönlich wird heute in einer Gottesdienstgemeinde, einer Schulklasse oder einer Seniorenversammlung immer wieder bewusst, dass statistisch jedes vierte Mädchen und jeder zwölfte Junge in seinem Leben zum Missbrauchsopfer wird …

Nach einer Missbrauch verharmlosenden Predigt und folgenden Protesten haben wir uns in unserer Pfarrei in verschiedensten Formaten mit dieser Thematik intensiv beschäftigt. Heute ist es selbstverständlich, dass alle mit Kindern und Jugendlichen Beschäftigten regelmäßig an Präventionsschu­lungen teilnehmen und Interventionswege eingerichtet und kommuniziert sind. So arbeiten wir intensiv daran mit, dass in der Kirche und unserer Pfarrei mit ihren Einrichtungen gilt: „Nie wieder!“

 

3. Die letzten beiden Jahre hat die Corona-Pandemie unser Leben und Arbeiten dramatisch bestimmt und eingeschränkt: Bei jeder Planung der Vorbehalt: „… wenn es die Inzidenzzahlen erlauben“, immer die Frage:

„… mit Maske? Mit Impfnachweis? 2-G- oder 3-G-Regel?“

Ostern 2020: Menschen rüttelten an den verschlossenen Kirchtüren, durften im gesetzlichen Lockdown nicht die Auferstehung feiern.

Fusion St. Gottfried / St. Maximilian mit St. Joseph Münster-Süd:

ohne Fusionsfest, ohne gemeinsames Wochenende der Gremien, ohne persönliches Kennenlernen.

Nichts und niemand blieb von der Pandemie unberührt: Familien und Singles, Arbeitnehmer und Rentner, Arbeit und Urlaub, Kitas und

Büchereien, Erstkommunion und Seniorentreffen – Corona bestimmt so Vieles und auch manche Werte neu. Ich möchte Ihnen danken für Ihr Verständnis bei manchem Unsicheren, Umplanen und Improvisieren.

 

Liebe Mitchristen,

ich persönlich mag das Pfingstfest sehr, es schützt uns und mich vor Selbstüberschätzung. Wir können und sollen in Gemeinden und Kirche Vieles probieren, reflektieren, diskutieren, evaluieren, strukturieren, …

Letztlich aber dient das alles einem Ziel: Gottes Geist Raum zu schaffen, Glauben konkrete Lebensformen zu ermöglichen. Man hat Pfingsten den „Geburtstag der Kirche“ genannt, ich möchte dieses Fest etwas prosaischer das „Kraftwerk unseres Glaubens“ nennen, und dabei ist der Kraftwerk­betreiber Gott, der seinen Lebensstrom verschenkt!

Ohne diese Überzeugung hätte ich nicht Priester werden können, hätte ich hier nicht 20 Jahre mit Ihnen und für Sie Pfarrer sein können. Und in diesem Glauben kann ich mich an Pfingsten nun auch sehr dankbar, ein bisschen wehmütig, aber auch zukunftsfroh aus St. Joseph Münster-Süd verabschieden.

Ich freue mich, wenn wir am Pfingstsonntag um 11.00 Uhr in der Josephs-Kirche noch einmal gemeinsam Gottesdienst feiern und uns anschließend auch persönlich verabschieden können!

 

Sie wissen, dass mir die Feier einer sorgfältig und sinnvoll gestalteten Liturgie in allen ihren Elementen ein Herzensanliegen ist, zu deren Facetten unbedingt auch die Musik gehört. Mit ihr ist es wie mit allen Elementen der Kultur wie Kunst, Literatur, Theater, Tanz, Kino, Sport, und auch der Religion: Man braucht sie nicht zwingend zum Überleben, aber mit ihnen fängt das Leben an zu glänzen und zu schwingen! So wünsche ich Ihnen und uns mit einem Liedvers aus dem Gotteslob:

 

„Sollten wir verzagen? Seine Schar verlässt er nicht!
Und in dieser Zuversicht darfs sie’s fröhlich wagen.“

 

Gott segne Sie, Ihr Stefan Rau

 

Download: PDF

Leitung in Pfarrei St. Joseph Münster-Süd bekommt neue Form - Künftig kein leitender Pfarrer mehr vor Ort

Vertreter des Bistums sowie der Haupt- und Ehrenamtlichen der Pfarrei tauschten sich am 3. März über eine neue Leitungsform für die Pfarrei St. Joseph Münster-Süd aus: (von links) Winfried Müller (Vertreter der Mitarbeitenden der Pfarrei), Beate Arnemann-Viefhues, Friederike Bude, Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Dr. Susanne Kolter, Karl Render und Thomas Kniesel. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Münster (Pressedienst Bistum Münster/sk). In der Pfarrei St. Joseph Münster-Süd soll eine neue Leitungsform entwickelt werden. Hierüber haben am 3. März Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal, Karl Render, und die Leiterin des Projektes „Vielfältige Leitungsformen“, Friederike Bude, mit Vertretern des Pastoralteams, Pfarreirats, Kirchenvorstands und der Mitarbeiten-den der Pfarrei gesprochen. Die Gremien der Pfarrei hatten den Austausch Ende des vergangenen Jahres angeregt und seitdem bereits gemeinsam die pastorale Zukunft von St. Joseph Münster-Süd, die Veränderungen in der Bistumslandschaft und die Möglichkeiten alternativer Leitungsformen in den Blick genommen. Die zentrale Botschaft der Bistumsvertreter beim Treffen im Gemeindezent-rum St. Gottfried lautete: „Sehen Sie die kommenden Veränderungen auch als Chance, Leitung und Verantwortung in der Pfarrei neu zu gestalten!“ 
Hintergrund des bevorstehenden Veränderungsprozesses ist der für Juni vorgesehene Wechsel von Pfarrer Dr. Stefan Rau in die Pfarrei St. Pankratius nach Emsdetten. Weihbischof Zekorn informierte bei der Veranstaltung darüber, dass es danach keinen leitenden Pfarrer vor Ort in der Pfarrei St. Joseph Münster-Süd mehr geben werde. „Natürlich hängt das mit dem Priestermangel zusammen, der uns an vielen Stellen in unserem Bistum immer mehr einholt“, sagte Weihbischof Zekorn. „Aber wir handeln nicht nur aus der Not heraus, sondern wir sind der Überzeugung, dass es in der Pfarrei ein sehr kompetentes Team von Haupt- und Ehrenamtlichen gibt, das in der Lage ist, die Geschicke der Pfarrei im Dienst an den Menschen in Münsters Süden gut zu gestalten“, betonte er. Unabhängig von der Leitungsform, die die Pfarrei in den kommenden Monaten entwickelt, wird es einen Pfarrer in Münster geben, der dem Kirchenrecht entsprechend die Stellung des Letztverantwortlichen in der Pfarrei einnimmt.
Ein weiterer Grund, warum es keinen leitenden Pfarrer mehr vor Ort in der Pfarrei geben wird, sei die geplante Gründung sogenannter Pastoraler Räume, in denen mehrere Pfarreien künftig enger zusammenarbeiten sollen. „Dabei geht es nicht um eine neue Fusion, sondern um mehr Vernetzung, wechselseitige Unterstützung und Kooperation“, erläuterte der Weihbischof. Personaldezernent Render ergänzte, dass noch nicht entschieden sei, wie sich die Pastoralen Räume in der Stadt Münster künftig darstellen würden. Diese Entwicklung wolle man auch im Blick auf die künftige Planung des Einsatzes des pastoralen Personals zunächst abwarten. Als vorübergehender Pfarrverwalter wird Pastor Karsten Weidisch ernannt werden. 
Friederike Bude unterstrich, dass noch offen sei, welche Leitungsform es in der Pfarrei künftig geben werde. „Hier sind die hauptberuflich und freiwillig Engagierten in der Pfarrei nun eingeladen, zu überlegen, wie dies in St. Joseph Münster-Süd aussehen kann. Vieles ist hier möglich, es gibt einen breiten Raum für Experimente“, machte sie Mut. Sie bot an, den Prozess seitens des Projektes „Vielfältige Leitungsformen“ zu unterstützen und zu begleiten.
Eine Arbeitsgruppe aus Haupt- und Ehrenamtlichen hatte zu Beginn des Abends die Vielfalt und Lebendigkeit der Pfarrei mit den einzelnen Einrichtungen, Verbänden und Gruppierungen vorgestellt. „Wir können Pionierarbeit leisten“, blickten Beate Arnemann-Viefhues und Dr. Marcus Schäfer vom Leitungsgremium des Pfarreirates den Veränderungen entgegen. „Das ist ein spannender Prozess, aber auch eine große Herausforderung“, waren sie sich einig. Der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Thomas Kniesel lobte die offene Atmosphäre des Abends: „Die Ernsthaftigkeit des Gespräches ist deutlich geworden, wir fühlen uns mitgenommen.“ Dennoch habe er Respekt vor dem Auftrag. Dem schloss sich Dr. Susanne Kolter für das Seelsorgeteam an: „Da kommt viel Arbeit auf uns zu.“ Die Pastoralreferentin hob aber auch die darin liegenden Chancen hervor: „Es ist viel möglich für die Zukunft. Wir können gemeinsam etwas für unsere Pfarrei und für die Pastoral vor Ort entwickeln.“ 
In der Pfarrei St. Joseph Münster-Süd sind derzeit im Seelsorgeteam neben dem scheidenden leitenden Pfarrer Stefan Rau drei Diözesanpriester im aktiven Dienst, vier Pastoralreferentinnen, eine Seniorenseelsorgerin, zwei emeritierte Priester und drei Diakone mit Zivilberuf im Einsatz, davon mehrere Seelsorgende mit zusätzlichen diözesanen Aufgaben. In der Pfarrei leben rund 18.500 Katholikinnen und Katholiken.
 

Nächste Woche gibt es *Geld!

Und wir meinen nicht am 1. des Monats auf Ihr Konto, sondern das neue Themenheft der Pfarrei. Ausgehend von dem Schriftwort Jesaja 55,1: „Kauft ohne Geld“ haben wir uns von ganz unterschiedlichen Seiten dem großen und dem kleinen Portemonnaie genähert: Vom Lebensmittelgutschein im Sozialbüro bis zum Lottogewinn, von teurer Kunst bis zur ökofairen Geldanlage, vom Equal Pay Day bis zu den Kirchenfinanzen – und einiges mehr.
Greifen Sie zu – wie immer können sie das Themenheft in unseren Kirchen, Büros, Gemeindehäusern und an ausgewählten Orten in der Stadt ganz ohne Geld kaufen.
 

Hochfest "Hl. Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria"

Zum Josephsfest 2022

„Abschied und Aufbruch“ Bewegendes in St. Joseph Münster Süd

Eine lebendige Gemeinde lebt ganz natürlich auch mit und von Veränderungen. Das Patronatsfest ist seit vielen Jahren ein Anlass für Rück- und Vorausblick auf das Leben unserer Pfarrei, so auch der 19. März 2022 mit Abschieden und Aufbrüchen.

Frau Petra Breuksch gehört zu den Säulen der Gemeinde St. Joseph und unserer Pfarrei. Sie wohnt mit ihrer Familie so in Ruf- und Glockennähe der Josephs-Kirche, dass sich Ehren- und Hauptamt für sie fast aufdrängten: Zunächst engagiert in der Katechese und im Pfarrgemeinderat übernahm sie 1995 hauptamtlich für über 20 Jahre die damals noch selbstständige Friedhofsverwaltung. Als immer zugewandte, freundliche und geduldige Mitarbeiterin haben sie viele Menschen in schwierigen Lebens- und Trauersituationen in bester Erinnerung.
Nach der Verwaltungsreform des Zentralfriedhofs 2018 blieb Frau Breuksch uns vor allem als hochengagierte Schaltstelle der Öffentlichkeitsarbeit erhalten: Erstellung des Sonntags-Info, Pressekontakte, Fotodokumentation, Pflege der Homepage, Gestaltung der Schaukästen – so Vieles wäre zu nennen, mit dem sie das Gesicht der Pfarrei nach außen verantwortlich positiv mitgeprägt hat.
Anlässlich ihres wohlverdienten Ruhestandes danken wir Petra Breuksch nun von ganzem Herzen für ihren Dienst – und freuen uns, dass sie als Gemeindemitglied weiter mit uns leben, feiern und auch künftig das ein oder andere ehrenamtlich tun will!

Dr. Michael Arnemann war seit 2007 zunächst mit halber Stelle, später mit 20% als Pastoralreferent in unserem Seelsorgeteam vor allem in der Familienseelsorge tätig. Kommunionkatechese, der EFA-Ausschuss (Ehe, Familien, Alleinerziehende), die Kindergartenpastoral, aber auch der Predigtdienst am Sonntag und gemeinsames Vor- und Nachdenken im Pastoralteam sind ihm ein Herzensanliegen.
Inhaltsvolle und frohe Familien- und Katecheten-Wochenenden, religions­pädagogische Kita-Wochen und das große Bistums-Projekt „Kita – Lebensort des Glaubens“ werden vielen ebenso in Erinnerung bleiben wie feucht-fröhliche Grillabende, Schützenfeste und Eierlikörspenden am Ostermontag …
Und Michael Arnemann bleibt sich treu: Schon lange meinte das Bistum, seine Hauptauf­gabe als oberster Polizeiseelsorger und -dozent erfordere zu 100% den ganzen Mann – er aber hat immer an der Einbindung in die normale Gemeindearbeit und unser Pastoralteam festgehalten. Nun hat das Bistum gewonnen, wir müssen ihn offiziell verabschieden – aber als Prediger am Sonntag in unseren Kirchen wird er uns ehrenamtlich als Quasi-Subsidiar erhalten bleiben.
Im Namen der ganzen Pfarrei von Herzen Dank für den Dienst mit uns!

Noch ist es nicht so weit, aber zum Herbst müssen wir uns auch verabschieden von unserer Pastoralreferentin Margarete Schylek.
Seit 2018 war sie zunächst für drei Jahre zur Ausbildung als Pastoralassistentin in St. Joseph Münster-Süd tätig, als Mentorin begleitete sie unsere Pastoralreferentin Imke Sievers. Zum Abschluss ihrer Promotion wurde ihr Einsatz bei uns dann bis zum Herbst 2022 verlängert.
Nun ist entschieden, dass Margarete Schylek ab Herbst in der Pfarrei Münster St. Liudger (Roxel – Albachten – Mecklenbeck – Aaseestadt) als Pastoralreferentin arbeiten wird. Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt ihre überaus kreative, kompetente, sehr vielfältige und immer einsatzfreudige Arbeit in vielen Feldern der Katechese, Caritas und Verkündigung würdigen und sie mit großem Dank verabschieden.

In eigener Sache: Dr. Stefan Rau

Es fühlt sich an wie gestern: Am 27. Januar 2002 wurde ich als Pfarrer in St. Joseph eingeführt – als vierter Pfarrer in acht Jahren. Nach diesen heftigen Veränderungen habe ich damals gesagt: Wenn man am Domplatz nicht anders entscheidet, bleibe ich gerne 20 Jahre – und die sind nun vorbei. Ich bin bald 65 Jahre alt und merke, dass die Idee mit den 20 Jahren zumindest für mich nicht schlecht war: Ich bin immer noch sehr gerne Seelsorger und Priester, aber die Verantwortung und Herausforderungen der Leitung einer so großen fusionierten Pfarrei mit über 20.000 Gläubigen, einem Pastoralteam von 15 Seelsorger*­innen, 150 Mitarbeiter*innen in sechs Kitas, fünf Kirchen und Gemeindezentren u.v.m. überlasse ich in Zukunft gerne anderen.
So hat der Bischof meiner Bitte um Entpflichtung als Pfarrer zum 31. Mai 2022 zugestimmt. Damit gehe ich aber nicht in Pension: Ich kann künftig als Liturgiewissenschaftler meine Aufgaben als Referent für liturgische Aus- und Weiterbildung, als Vorsitzender der Liturgie­kommission des Bistums und im Deutschen Liturgischen Institut in Trier mit einer halben Stelle wahrnehmen. Die andere Hälfte meiner Dienstzeit werde ich als Kooperator im Pastoralteam von St. Pankratius in Emsdetten mitarbeiten.
Wie schon länger bekannt, möchte ich mich am Pfingstsonntag (5.6.22) im Hochamt um 11.00 Uhr in St. Joseph verabschieden, dazu lade ich Sie schon jetzt ganz herzlich ein!

Über den Prozessfortschritt zur künftigen Leitung der Pfarrei und unserer Gemeinden wird das Pastoralteam und die Gremien auch in Zukunft ausführlich informieren.

Zum Schluss: Vorfreude auf eine neue Heizung in der Josephs-Kirche

In der Pfarrkirche tut eine elektrische Fußbodenheizung nun seit 50 Jahren ihren Dienst – zu immer höheren Kosten und mit abnehmender Heizleistung. Eine Arbeitsgruppe des Kirchenvorstands hat sich in alle Richtungen auch alternativer Möglichkeiten informiert, diskutiert und nun mit Zustimmung des Bistums entschieden: die Josephs-Kirche bekommt eine neue Fußbodenheizung. Diese wird zunächst an das Fernwärmenetz der Stadt Münster angeschlossen, kann aber in Zukunft auch über alternative Heizquellen gespeist werden.
Da für diese Maßnahme der komplette Fußboden aufgenommen wird, muss die Josephs-Kirche ab dem 7. Juni 2022 für ca. ein halbes Jahr geschlossen werden.
Genaueres lässt sich angesichts der Unwägbarkeiten in der Baubranche z.Zt. tatsächlich nicht sagen. Sicher sagen lässt sich aber Folgendes:
Die Josephs-Gemeinde wird sich für diese Zeit nicht einfach auflösen oder verteilen müssen. Natürlich gibt es in unserer Pfarrei und in der Stadt zahlreiche Kirchen und Gottes­dienste mit vielen freien Plätzen – aber wo eben möglich sollte eine Feiergemeinde nicht ihre Mitte und Heimat verlieren. So denken das Pastoralteam und die Gremien z.Zt. darüber nach, wann wo welche Gottesdienste ab Juni z.B. im Pfarrheim St. Joseph gefeiert werden können.

Ich grüße Sie herzlich und wünsche uns allen Gesundheit, Frieden, Hoffnung und das hörende Herz und die gottvertrauende Kraft des hl. Joseph,
Ihr Stefan Rau, Pfarrer

Pfarrnachrichten-Archiv

2022

▸KW 21 (21.5.-29.5.2022)

▸KW 20 (14.5.-22.5.2022)

▸KW 19 (7.5.-15.5.2022)

▸KW 18 (30.4.-8.5.2022)

▸KW 17 (23.4.-1.5.2022)

▸KW 16 (16.4.-24.4.2022)

▸KW 15 (9.4.-17.4.2022)

▸KW 14 (2.4.-10.4.2022)

▸KW 13 (26.3.-3.4.2022)

▸KW 12 (19.3.-27.3.2022)

▸KW 11 (12.3.-20.3.2022)

▸KW 10 (5.3.-13.3.2022)

▸KW 9 (26.2.-6.3.2022)

▸KW 8 (19.2.-27.2.2022)

▸KW 7 (12.2.-20.2.2022)

▸KW 6 (5.2.-13.2.2022)

▸KW 5 (29.1.-6.2.2022)

▸KW 4 (22.1.-30.1.2022)

▸KW 3 (15.1.-23.1.2022)

▸KW 2 (8.1.-16.1.2022)

▸KW 1 (1.1.-9.1.2022)